Schloß Schönhausen

Vom Alten Fritz und seinem Sommerpalais Sanssouci in Potsdam hat wohl jeder gehört, und oftmals erzählt man sich die Geschichte, dass das Leben im Schloß nicht nur sans soucis, also ohne Sorgen, aber auch sans femmes, also ohne Frauen wahr. Denn Friedrich II hat sich nach seiner Krönung von seiner Ehefrau separiert und die Sommer im Kreise seiner Freunde, seiner Künstler und seines Hofphilosophen Voltaire, aber eben ohne Elisabeth Christine verbracht.

Sie bekam als Sommerresidenz das kleine Schlößchen Schönhausen, das ihr vom ersten Augenblick an gut gefallen hat und verbrachte fortan fern des Gatten die Sommermonate mit ihren Hofdamen. Heute befindet sich das Gebäude längst nicht mehr außerhalb der Stadtgrenzen, sondern im Berliner Bezirk Pankow und es blickt auf eine interessante und wechselvolle Geschichte zurück. Denn indem man das Schloß Heute besichtigt, taucht man nicht nur in das Leben von Elisabeth Christine, sondern auch in die Geschichte des ostpreußischen Schloßes Schlobitten (der bekannten Adelsfamilie von Dohna) und die Vergangenheit der DDR, die dieses Gebäude zuerst als Sitz des einzigen Präsidenten der DDR Wilhelm Pieck nutzte und nach seinem Tod 1960 zum Gästehaus der Regierung umfunktionierte. Heute sieht man nur noch teilweise die Ausstattung der Räume, in denen Indira Gandhi, Fidel Castro, Raissa und Michail Gorbatschow, aber auch nach der Wiedervereinigung Königin Beatrix der Niederlande nächtigten... Ob Ihnen das lila Badezimmer am Damenschlafzimmer wirklich gefiel? Heute kann man es nur vermuten.

Übrigens stehe ich Ihnen gerne als Fremdenführer für eine Schloßbesichtigung zur Verfügung. Sprechen sie mich einfach an.

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